Kunrad 155 November 18 Borjemoasterkandidate 19, Trockenheit un Rodauhafenstadt

Kunrad 155

Gude, die Herrschafte,

jetzt wisse mir e bißje mehr. Erstens hat de Röder-Roland mit seim Rücktritt Wort gehalte, so dass es zu einer Borjemoaster-Wahl im März 19 komme wird. Zweitens habbe jetzt die Parteie ihr Kandidate benannt, so dass der Wahlschlamassel widder los gehe kann.

Der von FDP un Freie Wähler unnerstützte Falk Karsten war quasi de frühe Vogel, dann kame nahezu gleichauf die CDU mim Rotter Jörg und dann AL/Grüne mit de Schülner Andrea. Beides war jetzt nit so überraschend. Grad bei de AL/Grüne wurd ja die Schülner Andrea quasi bei jeder Gelegenheit in de Mittelpunkt gestellt. Auch de Rotter Jörg war bei jedem Anlass vorn debei. Mer kann also sache: De Wahlkampf hat begonne!
Was die drei so wolle, is in vielem deckungsgleich. Oft konnt mer von de Kandidate auch hörn, dass Borjemoaster von Rödermark der schönste Beruf der Welt sei. Na ja, wenn isch mir vorstell, dass de Borjemoaster hauptsächlich de Chef unserer Verwaltung is, dann fehlt mir bezüglich dieser Aussage die Phantasie. Gut, wann sie´s mache wolle!
Schad is nur, dass de Diekmann Samuel aus private Gründe nicht antrete konnt. Er hat ja es letzte Mal für die SPD gar nit schecht abgeschnitte, un mer weiß vom Röder-Roland, dass mer bei so em Amt manchmal en ebenso lange Anlauf wie Atem braucht. Jedenfalls habbe alle Kandidate gelobt, en faire, inhaltliche Wahlkampf zu mache, was mer angesichts des letzten Debakels nur begrüße kann.

Was mir awer im Moment wichtiger erscheint, is unser Wetter. Die Trockenheit macht einem schon Angst. Un welche Konsequenze die nach sich zieht, hätt mer ja nie gedacht. Dass es die Bauern schwer habbe, war ja zu vermute, dass awer es Heizöl deshalb teurer wird, weil es nit per Schiff von dene Raffinerie an de Nordsee zu uns verbracht werde kann, damit hätt isch beim beste Wille nit gerechnet. Der Kram kommt nit bei!

Jetzt wolle se die Fahrrinne (en passende Begriff, wenn se misch frache) ausbaggern, wobei auch mir nachdenke sollte, ob mer die Rodau nit schiffbar macht. Als Umschlaghäfe käme in Oweroure es Bruch, in Orwisch die Landungsstege Hallebad in Betracht. Damit mer genug Flüssigkeit hätte, müsste mer e Wasserheisje baue, de Rügemer könnt mit seine Bagger e gescheit Fahrlinie hinzaubern, de Knapp Peter dät mit uff seiner Quetschkommod gespeelte Seemannslieder die singende Rodauschiffer in de Sonneunnergang geleite, un schon wärn mer e Hafestadt!

So, liewe Borjemoasterkandidate, des is emal e Uffgab, los geht´s, zeigt, was ihr könnt!

Meine Verehrung

Ihne Ihrn Kunrad

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