Tachebuch 11.12.2025 (Krise)

Gude, die Herrschafte,

könne Sie des auch nit mehr hörn? Ständig üwerall nur des Wort „Krise“. Krisegipfel, Nahost-Krise, Ukraine-Krise un, un , un…

Awer, dass des Wort jetzt schon im private Bereich ufftaucht, is doch des Guten zu viel. Heut Mittach hat nämlich mei Fraa gesacht: „Wenn koaner die Gripp kriet, isch krise!“

Nit auszuhalte!

Meine Verehrung

Ihne Ihrn Kunrad

Kunrad 238 Oktober 2025 Novemberlliche Thekephilosophie

Kunrad 238

Gude, die Herrschafte,

de November is da, un mit ihm all die triste Gedenktage wie Totensonntag, Buß- un Bettag un Volkstrauertag. Des is die Zeit, in der mer sich die entscheidende philosophische Frache stellt: Wo kumm isch her, wo geh isch hie un warum üwerhaupt?

Als isch letzt meiner Fraa gesacht hab, dass isch misch manchmal frache, wer isch bin un was aus mir wird, hat sie mit der ihr eigenen Lautstärke nur gekrische: „Du bist e Rindvieh un bleibst eins!“ Des hat misch allerdings nit entscheidend weiter gebracht.

Wenn Sie awer nun wie isch öfters Zeit an vorderster Gaststättenfront verbracht habbe, dann wisse Sie, dass nach einer gewissen Anzahl von Bieren thekenphilosophische Themen an der Tagesordnung sin. Letzt hat einer erklärt, er wüsst gar nit, ob mir annern üwerhaupt existiern odder er sich die Welt nur einbildt, mir also quasi nur Traumgestalte wärn. Isch hab dann erwidert: „Wenn isch mir die Leut um misch rum so anguck, müsste es eher Alptraumgestalte sei.“ En annern hatt gesacht, er sei sich ganz sicher, dass des alles nur en Traum sei, un de Wirt könnt ihm jetzt zig Rechnunge vorlege, awer er denke nit im Traum daran, sie zu bezahle. De Wirt meinte daraufhin trocke, dann müsst er ihm halt so lang uff de Kopp schlache bis er wüsst, dass er wach sei. Fazit dieser existenziellen Gespräche: Mer hätt´s ach gleich lasse könne!

Interessant in diesem Zusammenhang is, dass mir ein Nachbar letztens erläutert hat, dass de Mensch sich nit so wichtig nehme sollt, es gäb auch annern vernunftbegabte Wesen. Sein Hund beispielsweise wär blitzgescheit. Der würd nachmittags ein riese Gebell loslasse, wenn er, de Nachbar, ihm nit sei Lieblingstiersendunge im Fernseher einschalte würd. Endlich weiß isch, wer die tausende Folge „Giraffe, Stinktier & Co“, odder wie die Sendunge auch immer heiße, guckt: meim Nachbar sein Hund!

Isch denk awer manchmal, dass de Mensch nit vernunftbegabt, sondern eher so saudumm is, dass er den Planet noch zugrunde richt`. Awer des is natürlich Blödsinn. Den Planet kriege mir nit kaputt, uns dagege schon eher. Was schert es dann die Erde, was uff ihr herumkrabbelt? Deshalb is auch der alte Witz, wo sich die Erde bei em annern Planet beschwert, sie wär krank, sie hätt Mensch, dummes Zeusch. De Erde sin mir total egal, die braucht uns keine 5 Minute. Umgekehrt werd en Schuh draus.

Wobei mir schon eine Rolle spiele, weil die Atome un Elemente, die unsern Körper ausmache, Teil dieser Erde un Welt sin. Deshalb sach isch immer depressive odder total verzweifelte Leut, dass sie für den Planet un es Universum unersetzbar sin. Mir hat nämlich emal so en ganz Schlaue erklärt, dass dann, wenn mer nur ein Atom eines Menschen völlig verschwinde lasse dät, die ganz Welt in Sekundeschnelle zusammestürze würd. Frache se misch nit, wie des geht, der Kerl war sich jedenfalls sicher, dass des so stimme dät.

Wenn Sie en gläubige Mensch sin, dann denke Sie dran, dass jeder Mensch gottgewollt un deshalb wichtig is. Sin Sie Atheist, müsse Sie awer auch erkenne: Wenn die Natur Sie nit gewollt hätt, dann gäb es Sie auch nit. Weshalb die Natur uns allerdings gewollt hat, des is widder die Frach: Warum üwerhaupt? Siehe oben. Merke: „Warum mer sin un es uns gitt, nix genaues waas mer nit!“

Hoffentlich is bald Advent!

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Kunrad 237 September 2025 Kerb un Park an de katholisch Kersch in Oweroure

Kunrad 237

Gude, die Herrschafte,

also mit dene Kerbe is des so e Sach. Jetzt hatt´s ja in Orwisch montags gerejent. Da hat sich mancher Oweräirer schon gedacht: „Ei, wie soll dann des bei uns an Kerb werde, wenn´s sogar in Orwisch emal rejent!“ Jetzt ist awer beim Niederschreibe dieser Zeile festzustelle, dass es nach de aktuelle Vorhersage gar nit so schlecht werde soll, kühl, awer trocke! Isch bin gespannt!

Diesjohr is es ja an der Oweräirer Kerb recht eng, awer bald soll der Park an de katholisch Kersch fertig sein. Dann is in Zukunft mehr Platz. Isch hab jetzt e paar Anwohner belauscht, die sich üwer die Fläche unnerhalte, quasi schon de Deiwel an die Kerschewand gemalt un gemutmaßt habbe, dass dort schon e paar Tach nach der Eröffnung eine Schneise der Verwüstung zu erwarte sei. Dahinne sei ja annerst als an de Orwischer katholisch Kersch kein Straßeverkehr. Der Platz sei so abgelege, dass alle jugendliche Deppe, die mer in Rödermark habbe, da einfalle würde, um ihrn Schindluder zu treibe.

So üwertriebe isch des auch finde, awer en Kern Wahres is da dran. Isch hab gehört, der Platz würd abends abgeschlosse, um Schlimmes zu verhinnern, awer, ob des ausreicht? Mer waases nit. Wenn mer manchmal im Ort oder in Busse un Bahne dem Grad der Zerstörung, der da allenthalben stattfindt, ansichtisch wird , kann mer berechtigte Zweifel habbe.

Vielleicht könnt mer ja auch mit em Schild die mutmaßliche Randalierer zur Räson brenge un diesen erklärn, dass in alle gängige Volksweisen geschildert wird, dass die Beschädigung eines Gotteshauses, sei es Synagoge, Moschee odder Kersch, im Laufe des Lebens der jeweiligen Unholde eine schlimme Strafe nach sich ziehen wird. Weil wisse tun des die vor jeglicher Bildung flüchtenden, einschlägig bekannte junge Leut halt nit. Da muss mer nachhelfe. Awer, ob die des Schild dann üwerhaupt lese könne, is e anner Frach. Relativ sicher wärn mir wahrscheinlich nur mit einer Überwachungsanlage. Die könnt mer am Kerschturm festmache, da käm so schnell keiner dran.

Letztendlich sin das natürlich Überlegunge, die ihrn Ursprung im Zweifel an der Gutartigkeit der menschlichen Natur habbe. Un da die ganz Welt momentan von viele schwer geschädigte Politikern regiert werd, is ja kein Wunner, dass mer zwangsläufig uff so Gedanke kommt. Isch kann somit nur hoffe, dass Rödermark an de Kersch St. Nazarius e schöne Ecke bekommt un alle damit pfleglich umgehe. Diesen Wunsch an der Theke aussprechend, bekam isch als Antwort: „Un an was glaabst du sunst noch?“

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Kunrad 236 August 2025 Nicht einstellbare Bauvorhabe un kreative Geldbeschaffung

Kunrad 236

Gude, die Herrschafte,

jetzt hat uns unser Stadt emal erklärt, dass mer aus viele Projekte, die in Rödermark baulich umgesetzt werde, gar nit eraus kann. Es kann jetzt auch kei Partei, nur mal die FDP zu nenne, erum schimpfe, weil, wie mer hört, die Projekte einstimmig meist schon zu Zeite vom Kern Roland beschlosse worde sin. Gut, mer kann ja ach emal was vergesse.

Mer kumme awer aus all dene Bauvorhabe auch deshalb nit raus, weil Bund odder Land beteiligt sin un schon Geld in die Planung u.ä. geflosse is. Wenn mer da aussteige, wolle die es Geld zurück. Das heißt, mir müsste Geld zurückzahle un hätte dafür gar nix.

Auch is vielleicht ja mancher un manchem bekannt, dass mer aus Bauverträg nit einfach so aussteige kann. Wenn mer kündigt, hat nämlich de Unternehmer Anspruch uff de ganze Lohn abzüglich Ersparnis. Die Ersparnis kann mer sich denke, meist gar koa!

Mer würde also sogar Geld verliern odder zurückzahle müsse, wenn mer die Projekte an de Kersch St. Nazarius oder an de Rodau einstelle würde. Gut, dass mer das emal weiß, sin mer widder e bißje schlauer!

Nur, wo wolle mer Geld herkriege? Grundsteuer erhöhe? Nit schon widder! Vielleicht sollt mer sich an de internationale Politik orientiern, gemäß dem Motto: „Was de Trump kann, könne mir schon lang!“ Mei Idee wärn folglich Zölle. Jetzt kannst du nit zwische Oweroure un Eppertshause odder Orwisch un Messel Schranke uffstelle un die Leit uffhaale. Awer mer könnt doch die kleine Transporterscher, die tausende Pakete täglich in de Stadt erumfahrn, anhalte. Dann könnt mer pro Paket 15% von de uffgedruckte Transport- un Portokoste als Zoll verlange. Wenn mer guckt, was sich für ein Zeug in manchem Transporter befindet, wärn mer flascht in 14 Tach schuldefrei. Des hätt dann auch de Vorteil, dass die Leut für de Transport zahle müsste, was isch schon lang fordere. Dann würd beispielsweise e geschickt Buch odder Arzneimittel teurer sein, wie eins, was du in Rödermark kaufst. Da hätte mer quasi zwei Fliege mit einer Klappe geschlage.

Es heißt ja Not macht erfinderisch. Deshalb fordere isch Rödermarks Politik auf, sich in dieser prekären Lage was einfalle zu lasse. Mal e paar Stichpunkte zum Nachdenke: Steuer uff Radler bzw. alle das Bier verseuchende Ingredenzien, drastische Strafe für Vermüllung beginnend mit Zigarettekippe, Schaukelgebühr für Erwachsene uff unserne Kinnerspielplätz, Marke für jeweils 5.- €, um an Rödermärker Schule de verzogene Nachwuchs abzuhole (auch sinnvoll bei von Eltern vollgepackte Stundepläne, damit die Kinner mal e halb Stunn durchschnaufe könne), Strafzoll uff Süßgespritzte (von Orwisch seit Jahrzehnten gefordert), Belästigungsgebühr, zu zahle von dene, die sich wege allem un jedem beschwern (für einschlägig bekannte Einzelpersone, Gruppe odder Bürgerinitiative vergünstigt im Zehnerblock), um nur einige zu nenne.

Hier is ein breites Feld vorhande. Los geht’s!

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Ihne Ihrn Kunrad

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Kunrad 235 Juli 2025 Unerträglicher Individualismus un Stadtranderholung

Kunrad 235

Gude, die Herrschafte,

isch muss heut mal uff was eingehe, was mir zunehmend Koppschmerze bereitet, nämlich den sich unerträglich ausweitende Individualismus, der zunehmend unsere Gemeinschaft zerstört. Leider hat de Gesetzgeber, offensichtlich die Konsequenze nicht bedenkend, jedem Depp Rechte in die Hand gegebe, die zunehmend dazu führn, dass einzelne Vollidiote die Gemeinschaft am Nasering durch die Arena führn.

Wenn du nur die völlig absurde Lärmschutzregelunge, en überbordende Brandschutz odder die asoziale reine Wohngebiete anguckst, dann könntst du verzweifle. So schaffe es dann Einzelne, die mer in de Gemeinschaft noch nie gesehe hat, die Plätz vorm Römer odder de alte Oper ab 21 Uhr publikumsfrei zu halte. So gelingt es auch wenige Querulante, Volksfeste zu zerstörn odder Kercheglocke zum Schweige zu bringe. Das verheerende Ergebnis solcher Gesetze is, dass, konsequent angewendet, unser Land in Totenstille erstarre würd. Verflucht noch emal, mir brauche awer mehr statt weniger Gemeinschaft! Grad in Zeite, in dene die zunehmende Vereinsamung un de Rückzug in die Streaming-Wohnwelt dazu führt, dass die Leut jede Falschmeldung als bare Münze nehme un somit leichte Opfer von radikale Agitatorn werde. Miteinanner rede is da absolut wichtig, um es Schlimmste zu verhinnnern.

Jüngstes Beispiel dieser völlig fehlgeleitete Entwicklung is nun die Stadtranderholung, die jährlich in Waldacker stattfindt. Wie mer de örtliche Presse entnehme kann, meine einige Waldackerer Bürger, teilweise nicht einmal Anwohner, diese Veranstaltung durch allerhand an de Haarn herbeigezogene Beschwerde sabotiern zu müsse. Die junge Leut, die diese einwöchige Stadtranderholung für Kinder ermögliche, für manche Kids de einzige Urlaub, den sich ihr Eltern leiste könne, mache das kostenlos, nehme Urlaub und müsse auch bei de Vorbereitung viel Zeit aufwende. Und dann komme so e paar Leut, die sich wegen dieser einen Woche so belästigt fühle, dass se alle Hebel in Bewegung setze, um e derart vorbildliche Aktion zu sabotiern.

Selbstverständlich wird solch fragwürdiges Vorgehe von de unnere Naturschutzbehörde, deren Agieren ja dem normal Sterblichen seit geraumer Zeit die Zornesröte ins Gesicht treibt, mit für mich absurde Auflage unnerstützt. Ja, da wird die Tierwelt geschützt, die awer, wenn es um Fluglärm geht, im wahrsten Sinne des Wortes im Wald stehe gelasse wird. Da is dann plötzlich sämtlicher Lärmschutz ausgehebelt. Motto: Die Kleine trete un die Große gewährn laase.

Mir dürfe nit länger zulasse, dass de Einzelne mehr zählt als die Gemeinschaft. Wir müsse unser Gemeinwese schütze un nit die Interesse von e paar wenige Verirrte. Un de Mensch muss Vorrang habbe!

Letzt hat einer in de Wertschaft gesacht: „Jede Krankheit verbreitende Nilgans, jede Taube odder jeder Biber hat bei uns mehr Rechte als e Kind“. Isch wollt noch widerspreche, hab´s dann awer doch liewer gelasse.

So, des musst emal gesacht wern!

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Ihne Ihrn Kunrad

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Tachebuch 18.08.2025 (Lumbe, alt Eise!)

Gude, die Herrschafte,

is Ihne aach uffgefalle, dass die Schrotthändler nit mehr „Lumbe, alt Eise!“ ruffe, sondern nur noch klingelnd durch die Gasse fahrn. Letzt dacht isch dabei: „Klingelingeling, klingelingeling, hier kommt der Eiermann!“, war awer falsch, es war en Schrotthändler!

Jetz hab isch sinniert, wieso die nit mer ruffe. Vieleicht wege de unnere Naturschutzbehörde, die aus Lärmschutz- oder sonstige unnachvollziehbare Gründe es laute Ruffe verbote  hat?

Awer isch glaub, isch hab des Rätsels Lösung gefunne. Wenn die Schrotthändler beispielsweise in e Straß nei gefahrn sin un habbe geruffe „Lumbe, alt Eise“, dann halt isch es für wahrscheinlich, dass etliche Anwohner mit Liste voller Name un Adresse zu de Händler komme sin mit den Worten: „Die kenne se all abhole, awer alt Eise hab isch keins´s!“

Da musst du halt dein Geschäftsgebahren ännern! Moderne Zeite!

Meine Verehrung

Ihne Ihrn Kunrad

 

Kunrad 234 Juni 2025 Grundsteuer Teil 2, Urlaub un Ballermann-Hits

Kunrad 234

Gude, die Herrschafte,

die Ferienzeit rückt näher, un schon hat die Stadt was in unser Koffer gepackt: e saftige Erhöhung der Grundsteuer. Gut, die sollt ursprünglich nit uff 990, sondern uff 1250 Prozentpunkte steige, awer e Erhöhung um gut 25 % is ja auch nit von schlechte Eltern.

Bei der erst Stadtverordnetensitzung, die die Erhöhung betreffe sollt, war´n ja en Haufe Leit erschiene. Allerdings war schon vorher es Thema von de Tagesordnung genomme worde, weil de Magistrat wahrscheinlich eingesehe hat, dass es so nit geht. Jetzt hat mer also erst emal geguckt, wo mer sparn kann.

Tatsächlich werde deshalb unner annerem die kommunale Betriebe uffgelöst un widder in die normale Stadtverwaltung üwerführt. Sin se mir nit bös, awer isch hab noch nie verstande, wieso die eigenständig geführt werde musste. Da hieß es oft von städtische Ämtern, dies oder jenes ginge nit, weil sonst e riese Rechnung von de KBR käm. Was für ein Blödsinn! Wie wann isch mir selber e Rechnung für`s von mir ausgeführte Rasemähe stelle un dann sage, dass isch mir misch nit mer leiste kann.

Awer es gibt ja auch ständig neue Uffgabe, die Bund un Land de Kommune uffgebe. Beispielsweise die Ganztagsbetreuung für Schulkinner. Soll die Stadt bezahle, kriegt awer kein angemessene Ausgleich. Da kann isch auch Wohltate en masse verkünde, wenn se en annern bezahle muss. Nur gut, dass es sowieso kei Personal für die Betreuung gibt, da kann die Stadt auch niemand einstelle. Sonst würd die Grundsteuer womöglich uff 2000 Prozentpunkte erhöht.

So fahrn mir halt mit Steuererhöhung in de Urlaub. Bloß, wo willste hin? In die Türkei bein Erdogan? Odder in die USA, wo dich de Trump womöglich an de Grenz widder zurückschickt, weil dir Cola nit schmeckt? Odder nach Mallorca, wo se langsam die Touriste dick sin? Unner uns, wenn isch so manchen Ballermann- bzw. Mallorca-Hit hörn, da denk isch auch: „Na ja!“. Wenn diese dolle Titel nit von Besäufnisse handele, dann awer wenigstens von kindische Schlüpfrigkeite, thematisch zwische Kinnergarte un Realschulabschluß angesiedelt. Mir könne froh sein, dass die meiste Spanier kei Deutsch verstehe, sonst hätte se die Grenze für uns schon lang dicht gemacht.

Bleiwe mer halt daheim un genieße die Schönheite des Sommers, sprich: die diverse Bier- un Weingärte der hiesigen Vereine. Da kann mer auch Gott en gute Mann sein lasse. Un wenn mer ganz viel Glück hat, wird im Hinnergrund de neueste Ballermann-Knaller via Lautsprecher in die unschuldige Ohrn der arglose Besucher gepresst.

In diesem Sinne, schöne Sommertage!

Meine Verehrung

Ihne Ihrn Kunrad

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